Treibhausgase

Bilanz für Landnutzung vermindert

Die Bilanz für Treibhausgase aus der Landnutzung in Deutschland ist rückläufig. Eine Ursache ist die Umwandlung von landwirtschaftlichen Flächen und Wäldern zu Siedlungszwecken.

Die Differenz zwischen Aufnahme und Abgabe von CO2-Äquivalenten für den Bereich Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft in Deutschland (Nettoemissionen) betrug im Jahr 2015 minus 14,6 Mio. t. Fünf Jahre zuvor betrug sie minus 16,4 Mio. t, berichtet das Statistische Bundesamt Destatis.
Insbesondere die Landnutzungskategorie Wald mit ihrer gesamten Waldbiomasse und den Waldböden nahm dabei im Jahr 2015 mit einem Bilanz-Minus von 57,8 Mio. t sehr viel mehr Treibhausgase aus der Umwelt auf als an sie abgegeben wurden, heißt es in der Mitteilung.  Bei landwirtschaftlich genutzten Fläche sowie der Kategorie Siedlungen falle die Bilanz dagegen umgekehrt aus. So seien für die Kategorie Acker- und Gründland die Emissionen mit einem Bilanz-Plus von 37,6 Mio. t CO2, für Siedlungen mit 3,5 Mio. t berechnet worden.

Während bei Wald und landwirtschaftlichen Flächen die Nettoemissionen über die Jahre sich als relativ konstant erwiesen hätten, habe sich die Situation bei Siedlungen zunehmend verschlechtert, heißt es weiter. Getrieben werde dieser Trend durch Umwidmung von Acker- und Grünlandflächen sowie Wald zu Siedlungszwecken.  

Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft haben einen erheblichen Einfluss auf die Treibhausgasemissionen Deutschlands. Pflanzen und Böden dieser Landnutzungskategorien können sowohl Quelle für den Ausstoß von Treibhausgasen, sie könnten aber auch nachteilige Treibhausgase aus der Luft aufnehmen, erläutert Destatis. Die Landnutzung sei eine wichtige Regelgröße im Kampf gegen den Klimawandel. Die Emissionen aus dem Landnutzungssektor werden im Rahmen des UN-Klimaabkommens, des Kyoto-Protokolls sowie verschiedener EU-Verordnungen inventarisiert und überwacht, teilt Destatis mit .
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