Trinkwasser

K+S einigt sich mit Gerstungen


Nach der Einigung mit dem BUND findet der Kasseler Dünger- und Salzhersteller nun auch eine außergerichtliche Lösung mit der Gemeinde Gerstungen zur Versenkung der Salzabwässer aus der Kaliproduktion. Das Abkommen mit Gerstungen gilt 30 Jahre.

Zur Sicherung der Trinkwasserversorgung verpflichtet sich K+S, die Gemeinde bei der Umsetzung eines Handlungskonzeptes zur Optimierung ihrer kommunalen Trinkwasserversorgung zu unterstützen. Die dafür vom Unternehmen zu übernehmenden Verpflichtungen bewegen sich insgesamt im einstelligen Millionenbereich, teilt K+S mit.

Die Gemeinde Gerstungen hat sich verpflichtet, die von ihr angestrengten Klage- und Eilverfahren gegen wasserrechtliche Erlaubnisse im Zusammenhang mit der Salzabwasserversenkung sowie dem bereits seit 2007 nicht mehr betriebenen Pufferspeicher Gerstunger Mulde zu beenden und sich für eine einvernehmliche Beilegung der Verfahren gegen die Einleitung von Salzabwasser in die Werra einzusetzen.

„Ich freue mich, dass wir nach dem Vergleich mit dem BUND nun auch mit der Gemeinde Gerstungen eine Vereinbarung geschlossen haben, von der die Umwelt und die Arbeitsplätze gleichermaßen profitieren,“ sagt Dr. Burkhard Lohr, Vorstandsvorsitzender von K+S.

Die Vereinbarung zwischen K+S und der Gemeinde Gerstungen hat eine Laufzeit von 30 Jahren. Auch über diesen Zeitraum hinaus haben sich die Vertragspartner verpflichtet, sich bei etwaigen Meinungsverschiedenheiten um einvernehmliche Lösungen zu bemühen.

An der Kaliproduktion im hessisch-thüringischen Kalirevier hängen 4.000 Arbeitsplätze. Bis 2021 muss K+S die Versenkung von Salzabwässer einstellen.

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