Trockenheit im Nordosten

Öko-Fläche darf zu Wiese und Weide werden


Aufgrund der extremen Frühjahrstrockenheit gibt das Agrarministerium in Schwerin ökologische Vorrangflächen frei. Die ausgewiesenen Brachen sind nun für die Futternutzung zugelassen.

Ab dem 1. Juli können Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern Brachen, die als ökologische Vorrangflächen im Agrarantrag ausgewiesen wurden, für Mahd und Beweidung nutzen. Das teilte Landwirtschaftsminister Till Backhaus mit.  Ein gesonderter Antrag dazu ist nicht erforderlich.

„Wir wollen damit den viehhaltenden Betrieben in dieser schwierigen Situation helfen, auch wenn die Qualität des Futters auf diesen Flächen sicher nicht mehr sehr hoch sein wird“, sagte der Minister.  Landwirtschaftliche Unternehmen haben derzeit aufgrund der anhaltenden Frühjahrstrockenheit erhebliche Einbußen in der Futtererzeugung zu verzeichnen. So ist der erste Schnitt weit unter den in normalen Witterungsjahren erzielten Erträgen zurück geblieben. Durch die fehlenden Niederschläge lässt auch die weitere Futterernte Mindererträge erwarten.

Rund 30.000 ha als Vorrangfläche ausgewiesen

Das Ministerium macht mit der Freigabe von der Möglichkeit Gebrauch, von der ausschließlichen Beweidung dieser Flächen ab August durch Schafe und Ziegen und ohne Mahd abzuweichen.

In Mecklenburg-Vorpommern haben im Jahr 2018 rund 1.950 Landwirte Bracheflächen im Umfang von 28.880 ha als ökologische Vorrangflächen beantragt, deren Aufwuchs dann für die Futtergewinnung zur Verfügung stehen könnte.

 

 

 

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