Trockenschäden

In Polen fließen erste Dürrehilfen


In Polen fehlt nach wie vor Regen. Die Dürreschäden sind weitreichend.
Foto: MinRol
In Polen fehlt nach wie vor Regen. Die Dürreschäden sind weitreichend.

Erste polnische Landwirte haben Dürrehilfen auf dem Konto. Außerdem ist der Antragstermin auf den 31. Oktober verlängert worden.

Das Agrarministerium in Warschau teilt mit, dass bis Anfang dieser Woche die zuständige Behörde (ARiMR) gut 28.000 Anträge erhalten hat, in denen Dürreschäden von mehr als 30 Prozent gemeldet wurden. Darunter sind etwa 15.000 Fälle mit Ertragsverlusten von mehr als 70 Prozent. Insgesamt rechnet das Ministerium 2018 mit etwa 200.000 Schadensmeldungen. Das heißt, dass bisher erst ein geringer Teil vorliegt.

Jetzt sind Rüben, Mais und Kartoffeln dran

Weil die Trockenheit in Polen auch im September angehalten hat, nehmen jetzt vor allem die Erhebungen von Ertragsausfällen an Rüben, Mais und Kartoffeln noch Zeit in Anspruch. Wegen des großen zu erwartenden Andrangs und der späten Feststellung der Dürreschäden können betroffene Landwirte noch bis zum 31. Oktober Anträge für Ausgleichszahlungen einreichen. Bisher sollte Ende September Schluss sein.

Die bereits vorliegenden Anträge der gut 28.000 Landwirte umfassen eine Entschädigungssumme von umgerechnet etwa 40 Mio. €. Im Durchschnitt errechnet sich ein Betrag von rund 1.400 € pro Betrieb. Insgesamt will das Ministerium umgerechnet 350 Mio. € bereitstellen. Bewilligt hat die ARiMR nach Angaben des Ministeriums bisher 1.160 Anträge, in 449 Fällen ist das Geld bei der Bank angewiesen.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats