Trump-Juncker-Treffen

EU und USA legen Handelsstreit bei

Bild: Pixabay / Forcal35

Die EU kommt den USA bei Importen von Soja und Gas entgegen. Solange die beiden Partner verhandeln, gibt es keine gegenseitigen Strafzölle mehr.

Wenn die Europäer mehr Soja und Erdgas aus den USA importieren, will US-Präsident Donald Trump auf höhere Zölle für Autos aus der EU verzichten. Im Gespräch mit EU-Kommissionpräsident Jean Claude Juncker legte er Wert darauf, dass die EU eine Rolle beim Schutz der US-Landwirte spielen sollte. Juncker ging darauf ein. „Wir können mehr Soja aus den USA importieren und das wird auch geschehen“, betonte der EU-Kommissionspräsident am Mittwoch in seinem Statement.

Die EU und die USA vereinbarten, auf weitere Zollerhöhungen und Gegenmaßnahmen zu verzichten. Es wurden Treffen vereinbart, um über die bestehenden Strafzölle in den USA für Stahl und Aluminium aus der EU zu verhandeln. Im Gegenzug müsste die EU ihre Strafzölle für Mais, Whiskey und andere US-Erzeugnisse streichen. Längerfristiges Ziel ist der Nullzollsatz für alle Industrieprodukte und eine weitgehende Beseitigung von nicht-tarifären Hemmnissen im transatlantischen Handel mit Industriegütern.

Die Farmer im mittleren Westen der USA leiden aber noch mehr unter dem 25-prozentigen Einfuhrzoll, den China verhängt hat. Hinzu kommt eine Rekordernte, die weiter auf die Preise drückt. Da China Soja vermehrt in Brasilen und Argentinien statt in den USA einkauft, wären stärkere Lieferungen von US-Soja in die EU für die US-Farmer eine Entlastung.

Außerdem hat US-Agrarminister Sonny Perdue am Dienstag dieser Woche Hilfsmaßnahmen im Wert von 12 Mrd. US-$ angekündigt, mit denen Verluste der US-Farmer an den Auslandsmärkten ausgeglichen werden sollen.



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