Tyson Foods

Zollpolitik schädigt US-Fleischgiganten


Der Handelskrieg von Donald Trump schädigt die amerikanische Industrie. Die amerikanischen Fleischproduzenten bleiben auf ehemals für den Export bestimmten Mengen sitzen.

Die Zollpolitik des US-Präsidenten Donald Trump bringt die amerikanischen Fleischverarbeiter in den USA in Bedrängnis. Tyson Foods, einer der größten Fleischproduzenten der Vereinigten Staaten, spürt die Auswirkungen des Handelskrieges. Nachdem der Präsident Strafzölle auf Aluminium und Stahl gegen  Mexiko und China verhängt hat, reagierten die beiden Länder ihrerseits mit empfindlichen Gebühren auf Schweinefleischlieferungen aus Amerika. In der Folge bleiben große Mengen Fleisch auf dem heimischen US-Markt und verderben dort die Preise. Der Handelskrieg schadet der amerikanischen Fleischindustrie, begünstigt aber deren Konkurrenten. Mexiko importiert zum Ausgleich Fleisch aus Deutschland und Brasilien.

Laut der New Yorker Expertin für Tierprotein der Rabobank Christine McCracken "richtet Trump mit seinem Handelskrieg umso mehr Schaden im US Fleischmarkt an, je länger der Konflikt andauert". Tyson und seine Konkurrenten blieben demnach auf der Ware sitzen.

Der Konzern mit Sitz in Springdale, Arkansas, ist für seine ideologische Nähe zu Trumps republikanischer Partei bekannt. Dennoch dürfte den Eignern die aktuelle Zollpolitik ihres Präsidenten wenig gefallen. Das Unternehmen mit 122.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 38 Mrd. $ hat bereits mit steigenden Lohn- und Versandkosten zu kämpfen. Es verarbeitet pro Woche 35 Mio. Hühner, 424.000 Schweine und 130.000 Rinder und vertreibt diese weltweit. Eigentlich rechnen die Manager bei Tyson Foods in den kommenden 25 Jahren mit einem wachsenden Fleischmarkt. Trotzdem investiert der Konzern in alternative Fleischerzeugung und beteilgte sich, ebenso wie die PHW-Gruppe, im Jahr 2016 an dem Veggie-Anbieter Beyond Meat.

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