Übernahmepoker

KWS will Stück vom Bayer-Kuchen

KWS will wachsen.
Foto: KWS
KWS will wachsen.

Die KWS Saat SE will die Gemüsesaatgutsparte von Bayer kaufen. Damit bekommt die BASF, die ebenfalls Interesse hat, Konkurrenz im Übernahmepoker.

 

KWS hat nach eigenen Angaben bereits im Januar ein unverbindliches Angebot für den Kauf der Gemüsesaatgutsparte von Bayer abgegeben. Am Montag dieser Woche hat das Einbecker Unternehmen ein weiteres unverbindliches Angebot vorgelegt, das nach KWS-Aussage den Bayer-Aktionären „attraktive Konditionen“ bietet.

Bayer muss seine Gemüsesaatgutsparte als Kartellauflage für den geplanten Kauf von Monsanto abgeben. Das Saatgut, das unter der Marke Nunhems verkauft wird, hat 2017 einen Umsatz von etwa 400 Mio. € erzielt. Dem Spezialmarkt wird großes Wachstumspotenzial bescheinigt. KWS würde bei einem Zuschlag seinen Saatgutumsatz, der bislang mit Ackerkulturen erzielt wird, um rund ein Drittel erhöhen. „Mit ihren Produkten, ihrer Expertise und ihrer ausgesprochenen Kundennähe bietet Nunhems für KWS eine strategisch sinnvolle Ergänzung des existierenden Portfolios und würde sich nahtlos in die langfristig orientierte Unternehmenskultur von KWS einfügen“, begründet das Einbecker Unternehmen die Übernahmeabsicht.

Eigentlich wollte die BASF die Gemüsesaatgutsparte von Bayer kaufen. BASF hatte im März ein Angebot abgegeben.

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