Umweltverschmutzung

Strafbefehl gegen BBV-Vizepräsident


Das Amtsgericht Hersbruck hat den Vizepräsidenten des Bayerischen Bauernverbandes (BBV), Günther Felßner, zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen verurteilt. Er hatte Sickersäfte verklappt.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Felßner auf seinem landwirtschaftlichen Betrieb in Günthersbühl im Landkreis Nürnberg den Boden und das Grundwasser verunreinigt hat. Konkret geht es um Silosickersäfte, die er in ein nahegelegenes Wasserschutzgebiet geleitet hat. Dabei sei sowohl Boden in der Nachbarschaft seines Hofes als auch „lokal oberflächliches Grundwasser“ belastet worden.

Für das Trinkwasser habe jedoch keine Gefahr bestanden, heißt es. Felßner habe nun zwei Wochen Zeit, gegen den vom Amtsgericht erlassenen Strafbefehl Einspruch einzulegen, berichtet eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth. Sollte er dies tun, würde der Fall öffentlich verhandelt. Nimmt Felßner den Strafbefehl an und bezahlt, gilt der BBV-Funktionär als vorbestraft. Einen Rücktritt von seinen Ämtern schloss er bisher stets aus. Felßner ist nicht nur Vizepräsident des BBV, sondern auch Präsident des mittelfränkischen Bauernverbandes. Darüber hinaus ist er auch noch Mitglied im Naturschutzbeirat der Bezirksregierung von Mittelfranken.

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