Unfaire Handelspraktiken

Slowakei macht Druck

Besonders in Osteuropa fühlen sich viele Landwirte vom konzentrierten Lebensmitteleinzelhandel schlecht behandelt. Zahlreiche EU-Mitgliedstaaten fordern deshalb einen gesetzlichen Riegel gegen unfaire Handelspraktiken.


Für den April kommenden Jahres kündigt die EU-Kommission einen Vorschlag gegen unfaire Handelspraktiken an. Eigentlich wurde ein solcher Vorschlag schon in diesem Jahr erwartet. Ende 2016 hatte eine hochrangige Arbeitsgruppe unter dem ehemaligen niederländischen Landwirtschaftsminister Cees Veerman einen Schutz der Landwirte angemahnt. Jetzt machte im EU-Agrarrat vor allem die Slowakische Republik Druck. Es müsse rasch EU-weite Regeln gegen unfaire Handelspraktiken geben, erklärte die slowakische Landwirtschaftsministerin Gabriela Matecna. Ihre schriftliche Vorlage wurde von 10 weiteren EU-Mitgliedstaaten unterstützt und während der Sitzung schlossen sich noch fünf weitere EU-Mitgliedstaaten der Forderung an. Die EU-Kommission ist jetzt bei der Vorbereitung ihres Vorschlags. Wegen der unterschiedlichen Situationen in den verschiedenen Teilen der EU ist es schwierig, einheitliche und sinnvolle Maßnahmen zu entwickeln.

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