So sieht Raps nach Hagel in Nordhessen aus
Foto: Vereinigte Hagel
So sieht Raps nach Hagel in Nordhessen aus

Der wärmste April seit Beginn der Wetteraufzeichnungen endete mit heftigen Unwettern. Laut der Vereinigten Hagelversicherung sind bereits 6.500 ha geschädigt worden.

Die Vereinigte Hagel meldet erste schwere Schäden in den Beständen. Die erste Unwetterfront traf Nordhessen am stärksten und zog aus dem Raum Battenberg/Lichtenfels über Waldeck bis nach Hofgeismar und hinterließ deutliche Schäden bei den versicherten Mitgliedern. Rund 100 Betriebe mit mehr als 2.000 ha geschädigter Fläche werden derzeit durch die Versicherungsexperten begutachtet. Sowohl in Raps und Getreide als auch bei den Zuckerrüben wurden große Abschläge von Blättern, Stängeln und Halmen oder sogar Totalverluste festgestellt. 

Aprilwetter
Der April 2018 war laut Deutschem Wetterdienst der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Südöstlich von Offenburg wurde am 22. April die Rekordtemperatur von 30,2 Grad C gemessen und damit der erste offizielle Hitzetagdes Jahres registriert. Die hohen Temperaturen wurden zum Monatsende wie häufig bei dieser Wetterlage durch teils heftige Unwetter abgelöst.

Am Abend des 29. April sowie am Folgetag kam es dann zu Schäden entlang der deutsch-niederländischen Grenze nördlich von Aachen bis Nettetal. Neben teils großkörnigem Hagel führte auch Starkregen mit bis zu 62 l in wenigen Minuten zu erheblichen Schäden, berichtet die Versicherung. Diese Niederschlagsmenge sei für die Jahreszeit ungewöhnlich, liege sie doch sogar über dem langjährigen Monatsmittel von nur 58 l. Die geschädigte Fläche beziffert die Vereinigte Hagel hier mit rund 1.500 ha. Auch die deutsch-luxemburgische Grenze wurde an den besagten Tagen von Unwettern heimgesucht. Von Trier über Welschbillig bis nach Bitburg seien 1.000 ha gemeldet worden.

Insgesamt belaufe sich die in der letzten Aprilwoche in Deutschland als geschädigt gemeldete Fläche auf über 6.500 ha mit einer Versicherungssumme von 17 Mio. €. Neben den klassischen Ackerbaukulturen seien auch Wein, Beerenobst und Gemüse von den Unwettern betroffen gewesen.

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