Urteil

Geflügelwirtschaft begrüßt Entscheidung


Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig zum Kükentöten wird vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) begrüßt. Das Gericht habe sich an der Realität orientiert.

"Es ist eine kluge Entscheidung, die der Realität gerecht wird und der Wissenschaft Zeit gibt, die Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Ei erfolgreich zum Abschluss zu bringen", so der Präsident des ZDG, Friedrich-Otto Ripke in einer ersten Stellungnahme. Damit habe das Bundesverwaltungsgericht die vorinstanzlichen Entscheidungen sowie die Auffassung der Bundesregierung bestätigt.

Das heutige Urteil sei aber auch zu verstehen als Auftrag an alle Beteiligten, intensiv daran zu arbeiten, praxistaugliche Alternativen der In-ovo Geschlechstbestimmung zum Erfolg zu führen, so Ripke. In der Geflügelwirtschaft gebe es das klare Bekenntnis, lieber heute als morgen aus dem Kükentöten auszusteigen. Es müsse alles daran gesetzt werden, möglichst bald eine entsprechende Technik flächendeckend allen Brütereien zur Verfügung zu stellen.

Diese müsse verschiedenen Anforderungen entsprechen. Dazu gehöre eine ausreichende Geschwindigkeit mit einer Sortierkapazität von etwa 100.000 Eiern pro Tag. Auch müsse eine Genauigkeit von mindestens 95 Prozent bei der Geschlechtsbestimmung gewährleistet sein.

Ebenso dürfe die Schlupfrate der weiblichen Eier allenfalls nur geringfügig beeinträchtigt sein. All diese Voraussetzungen seien bei keinem der heute bekannten Analyseverfahren vollständig gegeben. Abschließend verweist der ZDG auf den Verbrauch von etwa 14 Mrd. Konsumeiern pro Jahr in Deutschland. Die eigene Versorgung liege bereits heute bei unter 69 Prozent.

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