US-Agrarbudget

Trump will ans Eingemachte


Die US-Haushaltsplanung liegt vor. Die Regierung Trump setzt den Rotstift bei der Ernteversicherung, Subventionen und Exportprogrammen an. Die Agrar-Lobby übt heftige Kritik an den Sparplänen.

In der US-Landwirtschaft regt sich Widerstand gegen Sparpläne der Regierung Trump. Präsident Donald Trump hat jetzt seinen Vorschlag für den Haushalt im Wirtschaftsjahr 2019 vorgeschlagen. Darin sind Kürzungen für das Ernteversicherungs-Programm vorgesehen. Zudem will Trump den Rotstift bei Exportprogrammen und Subventionen ansetzen. Insgesamt soll der Agrarhaushalt um 15 Prozent gekürzt werden, berichtet die Washington Post.

Rohrkrepierer und Genickbruch

Das trifft erwartungsgemäß auf wenig Gegenliebe in der US-amerikanischen Agrarwirtschaft. Die American Soybean Association (ASA) bezeichnet den Haushaltsplan in einer Stellungnahme von Dienstag als „Rohrkrepierer“. Die Sojawirtschaft sei von den Exportunterstützungen der Regierung „abhängig“, um neue Absatzmärkte zu erschließen und bestehende auszubauen. Eine Kürzung der Ernteversicherungsprogramme um „30 Prozent“ würde alles, was vorherige Administrationen an Kürzungen geplant haben, deutlich übertreffen, beklagt die ASA. Die Soja-Lobby weist zudem darauf hin, dass sich viele Landwirte derzeit in einem schwierigen wirtschaftlichen Fahrwasser befänden. Das von Trump vorgeschlagene Budget würde der Landwirtschaft „das Genick brechen“, so die ASA.

Rückenwind bekommen Landwirte bereits von den Vorsitzenden der Agrarausschüsse in Senat und Repräsentantenhaus. Beide Politiker erklärten in einer gemeinsamen Stellungnahme, „in diesen Zeiten niedrigerer Preise und unsicherer Märkte“, den Landwirten „ein starkes Sicherheitsnetz“ bereitzuhalten.

In der Tat würden die geplanten Kürzungen gerade die Sojafarmer in den USA empfindlich treffen, da sie Schätzungen privater Analysten zufolge 2018 beim Anbau einen neuen Rekord aufstellen und erstmals sogar den Maisanbau überholen würden. Zudem baut China Agenturberichten zufolge derzeit die Drohkulisse auf, Antidumping-Untersuchungen auf US-Sojaexporte in Richtung Volksrepublik einzuleiten. Damit reagiert Peking auf Importzölle, die die USA zu Jahresbeginn auf Waschmaschinen und Solarpanele erhoben hat.

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