US-Agrarpolitik

Farm Bill unterzeichnet


US-Farmer verfügen ab dem neuen Jahr über ein stärkeres Sicherheitsnetz. Vor allem Milcherzeuger können sich besser vor Einkommensverlusten schützen.

„Das ist ein Weihnachtsgeschenk an die amerikanische Landwirtschaft“, sagte US-Agrarminister Sonny Perdue nach der Unterzeichnung der Farm Bill durch Donald Trump. Erwartungsgemäß hat der US-Präsident am Donnerstag den „Agricultural Act of 2018“ in Kraft gesetzt. Zuvor hatte der US-Kongress mit großer Mehrheit von Republikanern und Demokraten das Gesetz verabschiedet, das die Farm Bill von 2014 ablöst, die bereits Ende September ausgelaufen war. Damit haben US-Farmer jetzt wieder Planungssicherheit.

Das Gesetz stärkt nach dem Urteil von Perdue landwirtschaftliche Sicherheitsnetze und die staatliche Ernteversicherung. Besonders Milcherzeuger können sich jetzt besser vor Einkommenseinbußen schützen. Außerdem ist ein neues Programm zur Prävention und Bekämpfung von Tierkrankheiten eingeführt worden.

US-Agrarminister Sonny Perdue freut sich über gestärkte Ernteversicherungen.
Foto: USDA
US-Agrarminister Sonny Perdue freut sich über gestärkte Ernteversicherungen.
Auf ein besseres Sicherheitsnetzt hatten die Agrarverbände gedrungen, weil die Einkommen der US-Farmer seit einigen Jahren schrumpfen. Wegen des fehlenden Absatzes in China wird 2018 ein weiterer Rückgang um 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr prognostiziert. Das Jahr 2018 könnte inflationsbereinigt das schwächste Ergebnis seit 2002 bringen.

US-Agrarminister soll Missbrauch von SNAP ausschließen

Auch das „Supplemental Nutrition Assistance Program" (SNAP) bleibt in der neuen Farm Bill weitgehend unangetastet. Dabei handelt es sich um eine Art Lebensmittelmarken, mit denen Bedürftige ihre Grundnahrungsmittel beziehen können. Die Republikaner hatten deutlich verschärfte Bedingungen gefordert, vor allem eine Bindung der Zahlungen an die Bereitschaft der arbeitsfähigen Empfänger, mindestens 20 Stunden pro Woche zu arbeiten oder sich in Ausbildungsprogramme einzuschreiben. Jetzt soll der US-Agrarminister im bestehenden Recht alle Schlupflöcher schließen, damit die SNAP-Zuweisungen  ausschließlich an bedürftige US-Bürger gehen.

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