US-Handelsstreit

Strafzölle für Mais ab Juli


Ab Juli verhängt die EU einen Strafzoll von 25 Prozent auf Einfuhren von Mais aus den USA. Die Kommission verständigt sich auf eine Liste mit betroffenen Erzeugnissen und meldet diese bei der WTO an.

Die EU-Kommission hat sich dafür entschieden, gleich die gesamte Liste für Strafzölle heranzuziehen und nicht nur Teile davon. Der Wert der US-Produkte summiert sich auf 2,8 Mrd. €, für die zumeist ein Strafzoll von 25 Prozent erhoben werden soll.

Agrarerzeugnisse im Handelswert von 347 Mio. € stehen auf der Liste. Mais hat mit 131 Mio. € daran den höchsten Anteil, gefolgt von Cranberries mit einem Handelswert 68 Mio. € und Kidneybohnen mit 62 Mio. €. Hinzukommen verarbeitete US-Erzeugnisse aus Agrarrohstoffen im Wert von rund 600 Mio. €, von denen der größte Teil Whiskey ausmacht.

Ausdehnung der Strafabgaben möglich

Nach den Regeln der WTO dürfte die EU Strafzölle für US-Produkte im Wert von 6,4 Mrd. € verhängen, womit nicht einmal die Hälfte des Möglichen ausgenutzt wird. Die EU-Kommission behält sich deshalb vor, die Strafzölle auf weitere US-Erzeugnisse auszudehnen, sobald das Schiedsgericht der WTO über die Klage der EU im Handelsstreit mit den USA ein Urteil gefällt hat.

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