US-Importzölle

EU setzt auf Diplomatie

Trotz der Androhung von Gegenmaßnahmen setzen die USA Einfuhrzölle für Stahl und Aluminium aus der EU fest. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström hofft auf eine diplomatische Lösung.

„Wir sind ein enger Verbündeter der USA und wir sind weiterhin der Ansicht, dass die EU von den Maßnahmen verschont bleiben sollten“, erklärte die EU-Handelskommissarin heute Nacht. Nach Auffassung der EU können die Einfuhrzölle der EU für Stahl und Aluminium nicht mit sicherheitspolitischen Argumenten begründet werden. Malmström trifft sich am Samstag mit dem US- Handelsbeauftragten Robert E. Lighthizer und will sich dafür einsetzten, dass neben Kanada und Mexiko auch die EU eine Ausnahme von den Einfuhrzöllen bekommt. Lighthizer ist nach Medienberichten in den USA gegen die Zollanhebung, wird sich deshalb aber kaum mit seinem Präsidenten Donald Trump anlegen. Sollte die EU keine Ausnahme bekommen, will sie vor der WTO klagen und Strafzölle gegen eine Reihe von US Produkten erheben.

Trump kündigt seinerseits Zollerhöhungen gegen Strafzölle aus der EU an. Vor einer Eskalation warnt der Europäische Bauern- und Genossenschaftsverband Copa/Cogeca. „Wir rufen zur Zurückhaltung in den Handelsgesprächen auf beiden Seiten auf, um sicherzustellen, dass am Ende nicht die Landwirte die Zeche für politische Auseinandersetzungen zahlen müssen“, betonte Copa- Generalsekretär Pekka Pesonen.
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