US-Strafzölle

EU kündigt Zölle für US-Agrarprodukte an

Im dritten Anlauf macht die US-Regierung ernst und erhebt seit heute Strafzölle auf Aluminium und Stahl aus der EU. Die EU hat bereits Gegenmaßnahmen vorbereitet. Dies könnte zu höheren Preisen für Sojabohnen und US-Mais führen.

T-Shirts, Jeans, Orangensaft oder Whiskey, aber auch Mais - diese Produkte könnten in Deutschland teurer werden. Denn in Reaktion auf die von der US-Regierung geplanten Strafzölle von 10 Prozent auf Aluminium und 25 auf Stahl kündigte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Junker am Donnerstag Gegenmaßnahmen an. Die EU-Kommission erstellte eine Liste mit US-Waren im Wert von 2,8 Mrd. €, die mit Strafzöllen belegt werden sollen. Die Höhe der Einfuhrzölle für die einzelnen Waren ist noch nicht bekannt. Die EU-Kommission bekräftigte ihre Drohung, eine Vergeltungssteuer von 25 Prozent auf US-Maisimporte zu erheben.

Die US-Strafzölle auf Aluminium und Stahl gelten auch für Mexiko und Kanada. Mexiko wird nach Angaben des Wirtschaftsministeriums ebenfalls Gegenmaßnahmen beschließen. Es würden Zölle auf US-Produkte in Höhe der Mexiko betreffenden US-Zölle erhoben, teilt das Ministerium mit. Darunter könnten auch Einfuhren von US-Sojabohnen sein.

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