Trumps Politik wirkt sich negativ auf das wichtige Wählerklientel der US-Landwirte aus.
Bild: Pixabay / fockjoshua
Trumps Politik wirkt sich negativ auf das wichtige Wählerklientel der US-Landwirte aus.

Die Eskapaden des Wetters und des US-Präsidenten Donald Trump kostet die amerikanischen Bauern bare Münze. Auch der Fachkräftemangel weitet sich zunehmend aus.

Die Landwirte in den USA haben im ersten Quartal 2019 kräftige Einkommenseinbußen hinnehmen müssen. Das US-Handelsministerium in Washington bezifferte die Agrareinkommen für den Berichtszeitraum Ende April auf insgesamt 36,10 Mrd $ (32,38 Mrd Euro); das wäre im Vergleich zum vierten Quartal 2018 ein Rückgang um umgerechnet 10,58 Mrd Euro oder 24,6 Prozent und damit das größte Minus seit dem ersten Quartal 2016, berichtet Agra Europe.

Diese negative Entwicklung beeinträchtigte nach Berechnungen der Washingtoner Beamten spürbar das gesamte Wachstum der privaten Einkommen im März, obwohl die Landwirte nur 2 Prozent der Beschäftigten in den USA ausmachten. Das Ministerium begründete die Einkommenseinbußen in der Landwirtschaft mit den zunehmenden finanziellen Belastungen durch den Handelskrieg zwischen den USA und China sowie mit niedrigen Agrarpreisen und einer Reihe von Naturkatastrophen.

56 Prozent der Bauern spüren den Fachkräftemangel

Nach Einschätzung der US-Analysten erhöht die negative Entwicklung den politischen Druck auf Washington, den Handelskonflikt mit dem „Reich der Mitte“ zu beenden. Die Landwirte sind ein wichtiges Wählerklientel von US-Präsident Donald Trump. Unterdessen erklärte Larry Kudlow, der oberste Wirtschaftsberater des Präsidenten, das Weiße Haus sei darauf vorbereitet, die Farmer noch mehr als bisher zu unterstützen. Bislang stellte die US-Regierung zum Ausgleich von Einbußen durch den Handelskonflikt insgesamt rund 10,8 Mrd Euro zur Verfügung.

Derweil klagen die Farmer und Rancher in Kalifornien zunehmend über Arbeitskräftemangel. Eine Umfrage des kalifornischen Bauernverbandes (CFBF) und der Universität von Kalifornien zufolge brennt diese Problematik 56 Prozent der Landwirte unter den Nägeln. CFBF-Präsident Jamie Johansson forderte deshalb ein verbessertes Einwanderungssystem, das interessierte Arbeitnehmer mit den landwirtschaftlichen Arbeitgebern effektiver in Kontakt bringen müsse.

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