Volksabstimmung

Schweizer fürchten hohe Lebensmittelpreise


Die Schweizer Initiative "Für Ernährungssouveränität" hätte große Auswirkungen auf die dortige Landwirtschaft gehabt. Die Schweizer Bürger haben sich am Sonntag klar dagegen ausgesprochen.

Wenn es uns Geld geht, verstehen die Schweizer dann doch keinen Spaß. Die Volksinitiative "Für Ernährungssouveränität" wollte erreichen, dass die Schweizer Landwirtschaft stärker unterstützt wird. Der Weg dahin sollte das Erschweren von Lebensmittelimporten sein. Medienberichten zufolge stieß die Kampagne anfangs auf große Sympathie. Als sich mit der Zeit aber deutlicher herausstellte, dass eine gedrosselte Einfuhr zu einer Erhöhung der Lebensmittelpreise führen wird, verlor die Idee ihre Anhänger. Am Sonntag stimmten nur rund 30 Prozent der Schweizer für die Initiative. 

Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung zufolge hat der Nahrungsmittelimport stark zugelegt. Seit dem Jahr 1990 hat der Import von Nahrungs- und Genussmitteln um insgesamt 1,8 Mio. t zugenommen. Das hat nicht nur mit dem Bevölkerungswachstum zu tun. Auch die Pro-Kopf-Menge ist deutlich gewachsen. 1990 importierte die Schweiz pro Einwohner noch 344 Kilo Lebensmittel, 2016 waren es 490 Kilo.

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