Volksabstimmung

Kein Geld für Hörner


Hörner können ab. Die Schweizer wollen für die Erhaltung des Horns kein zusätzliches Geld ausgeben.
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Hörner können ab. Die Schweizer wollen für die Erhaltung des Horns kein zusätzliches Geld ausgeben.

Eine Volksabstimmung zur Unterstützung von Kühen mit Hörnern scheitert in der Schweiz. Knapp 55 Prozent der Befragten lehnten eine Förderung von Kühen mit Hörnern ab.

Die Volksabstimmung geht auf die Initiative der Schweizer Bergbauern Armin Capaul zurück. Er argumentierte mit dem Tierwohl und vermutet lebenslange Beschwerden nach dem Ausbrennen der Hörner. Capaul hatte Hilfen von 190 Franken pro Jahr und Kuh mit Hörnern angeregt. Für das Schweizer Agrarbudget über 3,6 Mrd. Franken hätte das eine Umschichtung von gerade einmal 10 bis 20 Mio. Franken bedeutet. Die Initiative des Einzelkämpfers Capaul bekam große Sympathie in der Bevölkerung, zumal die Kuh in der Schweiz ein nationales Symbol ist. Mehrheiten für die Förderung der Hörner gab es in den Großstädten Basel und Genf. Landesweit reichte die Zustimmung von 45 Prozent aber nicht aus. Die Gegner argumentierten mit den Gefahren für den Landwirt durch die Hörner. Kühe mit Hörnern seien nur in Anbindeställen möglich, nicht aber in der Freilaufhaltung. Das werfe neue Fragen für das geforderte Tierwohl auf, erklärten die Gegner der Initiative und punkteten vor allem in ländlicheren Regionen.

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