Wahl in Hessen

Bundeskanzlerin kandidiert nicht erneut für Parteivorsitz


Angela Merkel räumt den Parteivorsitz.
Foto: Bundesregierung/Bergmann
Angela Merkel räumt den Parteivorsitz.

Die gestrige Wahl zum Landtag in Hessen lässt starke Auswirkungen auf die Bundespolitik erwarten. Zunächst hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren Rückzug vom Parteivorsitz angekündigt. 

Die jeweils starken Stimmenverluste auf Landesebene in Hessen stellen die Koalition aus CDU und SPD im Bund vor grundsätzliche Fragen der künftigen Ausrichtung ihrer politischen Arbeit. 

"Es ist an der Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel heute in Berlin. Sie werde sich auf dem Parteitag Anfang Dezember in Hamburg nicht erneut um den Parteivorsitz bewerben, so Merkel. Jedoch sei sie bereit, ihr Amt als Bundeskanzlerin bis zum Ende der Legislaturperiode fortzuführen. Es sei ihr bewusst, dass die Trennung von Parteivorsitz und Amt als Kanzlerin eine große Herausforderung sein werde.

Seit mehr als 18 Jahren steht Angela Merkel an der Spitze der CDU, seit 2005 regiert sie als Kanzlerin der Unionsparteien im Bund. Weiterhin gab Merkel bekannt, dass sie nach Ablauf ihrer Kanzlerschaft für eine Neuwahl sowie auch für andere Ämter, beispielsweise in er Europäischen Union oder anderen internationalen Organisationen, nicht zur Verfügung stehen werde.  

Als mögliche Nachfolger für den Parteivorsitz sind bereits verschiedene Namen im Gespräch. Genannt werden die derzeitige Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, der amtiere Gesundheitsminister Jens Spahn sowie der frühere Vorsitzende der CDU-Bundestagsfraktion Friedrich Merz.

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