Schafe halten die Landschaft offen und leisten so einen Beitrag zur Artenvielfalt.
Bild: imago images / Chromorange
Schafe halten die Landschaft offen und leisten so einen Beitrag zur Artenvielfalt.

Landwirtschaftsministerin Priska Hinz führt in Hessen eine Weidetierprämie ein. Dafür stellt das Land eine Million Euro bereit.

Mit der Prämie soll die wirtschaftliche Existenz der hessischen Weidtierhalter gesichert und die Landschaft gepflegt. Damit sei Hessen, nach Thüringen und Sachsen, eines der ersten Bundesländer mit einer solchen Prämie, erklärte Hinz im Landtag. Je nach Anzahl der Tiere werden den Haltern noch in diesem Jahr Mittel zur Verfügung gestellt.

Die Weidetierhaltung habe nicht nur für die Landschaftspflege, sondern auch für den Naturschutz einen besonderen Stellenwert, begründet das Ministerium die Förderung. Der Artenreichtum lasse sich durch gezielte Beweidung erhalten, weil Verbuschung zurückgedrängt wird und die Pflanzensamen durch die Tiere weitergetragen werden. „Leider können Schaf- und Ziegenhalter häufig nicht von ihrem Beruf leben, weil die Preise für Fleisch und Wolle zu niedrig sind. Wir möchten, dass die Gemeinwohlleistungen der Schaf- und Ziegenhaltung honoriert werden und haben uns deshalb für die Weidetierprämie auf Bundesebene stark gemacht“, ergänzte Hinz.


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Die Prämie reiht sich in die bisherigen Unterstützungen für die Schaf- und Ziegenhaltung ein: 2018 hat Hessen eine flächenbezogene Herdenschutzprämie für Schaf- und Ziegenhalter eingeführt. Diese Unterstützung wurde im Jahr 2019 von 17 auf 31 Euro je Hektar aufgestockt und wird in diesem Jahr nochmals auf 40 Euro je Hektar erhöht. Außerdem werden Tierhalter mit seltenen Nutztierrassen, darunter das Rhönschaf, das Coburger Fuchsschaf und die Weiße Deutsche Edelziege unterstützt. Hierfür wendet das Bundesland derzeit jährlich rund 110.000 Euro auf.

Dieser Artikel wurde zuerst auf fleischwirtschaft.de veröffentlicht

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