Staatspräsident Alexander Lukaschenko ernannte den 55-jährige Diplom-Veterinär Wladimir Dwornik (Foto) zum stellvertretenden Ministerpräsidenten. Er wird in Weißrussland zukünftig für die Agrarwirtschaft verantwortlich sein.
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Staatspräsident Alexander Lukaschenko ernannte den 55-jährige Diplom-Veterinär Wladimir Dwornik (Foto) zum stellvertretenden Ministerpräsidenten. Er wird in Weißrussland zukünftig für die Agrarwirtschaft verantwortlich sein.

Der weißrussische Staatspräsident soll mit der Lage im Agrarsektor unzufrieden sein. Alexander Lukaschenko tauscht daraufhin seine Agrarspitze im Kabinett aus.

In Weißrussland hat Staatspräsident Alexander Lukaschenko alle für die Branche verantwortlichen Regierungsmitglieder ausgewechselt, meldet der aiz-Infodienst. Zuvor hatte das Staatsoberhaupt Kritik an der Lage im nationalen Agrarsektor geübt. Zum neuen stellvertretenden Ministerpräsidenten mit den Zuständigkeiten für Agrar- und Ernährungswirtschaft, Forstwirtschaft, Naturressourcen und Umweltschutz wurde am Donnerstag der 55-jährige Diplom-Veterinär Wladimir Dwornik berufen, der seit 2010 als Regierungsvorsitzender der Provinz Gomel tätig war. Mit der Leitung des Landwirtschaftsministeriums hat Lukaschenko den 44-jährigen studierten Fachmann für Tierproduktion Anatolij Chotjko beauftragt. Der ehemalige Generaldirektor der staatlichen Reinzucht-Produktionsvereinigung sieht die Gewährleistung der Produktionsdisziplin in den Agrarbetrieben und insbesondere die Einhaltung technologischer Bestimmungen als seine vorrangigen Aufgaben an der Spitze des Ressorts.

Zuvor hatte Lukaschenko den Landwirtschaftsminister Leonid Sajaz und den Vizepremier Michail Russyj, die diese Ämter seit 2012 bekleideten, mit der Begründung, dass sie für die Situation in der Branche verantwortlich seien, versetzt. Die beiden müssen nun an der Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in der östlichen Region Mogiljow arbeiten – Sajaz als Vorsitzender der Provinzregierung und Russyj als Lukaschenkos Inspekteur. Diese Provinz weist nach Auffassung des Staatsoberhaupts derzeit die landesweit schwächste Wirtschaftsleistung auf - und somit auch im Agrarbereich. Nach einem Besuch von Landwirtschaftsbetrieben in der Provinz Ende März hat Lukaschenko von zahlreichen Mängeln berichtet.

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