Westfalen

Ministerin Heinen-Esser: "Brandschutzkonzept hat gegriffen"

Ein Stall brannte komplett aus. Das Übergreifen der Flammen auf ein zweites Stallgebäude konnte von der Feuerwehr verhindert werden.
Feuerwehr Tuber
Ein Stall brannte komplett aus. Das Übergreifen der Flammen auf ein zweites Stallgebäude konnte von der Feuerwehr verhindert werden.

Bei einem Brand auf einem westfälischen Bauernhof sind am Sonntag tausende Schweine ums Leben gekommen. Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser informiert sich am Unglücksort.

Nach dem gestrigen Großbrand in Rheine hat die nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser heute den Unglücksort besucht. „Die heruntergebrannten Stallungen zu sehen und an die darin verendeten Tiere zu denken, berührt mich sehr. Offenbar haben sich die Flammen derart rasch ausgebreitet, dass eine Rettung der Tiere aussichtslos war“, sagte die Ministerin. Positiv sei, dass ein Ausbreiten der Flammen auf das angrenzende Wohnhaus der Familie und den angrenzenden Stall verhindert werden konnte und das Brandschutzkonzept gegriffen habe. Den Feuerwehren und den Nachbarn des Betriebes, die beherzt zugepackt haben und so noch Schlimmeres verhinderten, gelte ihr besonderer Dank, so Heinen-Esser nach den Gesprächen mit den Betriebsleitern.

Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser und Johannes Röring, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands, zeigten sich am Unglücksort betroffen von den Folgen des Brandes.
MULNV
Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser und Johannes Röring, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands, zeigten sich am Unglücksort betroffen von den Folgen des Brandes.

Nach Informationen des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) in Steinfurt kamen bei dem Brand 4.000 Mastschweine und 4.000 Ferkel ums Leben. Die Stallanlage mit 13.000 Tieren gehört zu einem Betrieb, der im geschlossenen System Schweine produziert. Die Sauen sind an einem anderen Standort untergebracht und nicht von dem Unglück betroffen.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Ein Brandermittler der Polizei untersuchte den Brandort. Bei den Ermittlungen und der Spurensuche hätten sich keine Hinweise auf ein Fremdverschulden ergeben, teilte die Polizei Steinfurt heute Mittag mit. Es werde davon ausgegangen, dass der Brand durch einen technischer Defekt verursacht wurde. Die Brandstelle ist von der Staatsanwaltschaft Münster freigegeben worden. Die Polizei geht von einem Schaden in Millionenhöhe aus.

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