Windenergie

Keine Mehrheit für Regionalquoten


Windräder sollen über Regionalquoten gleichmäßiger über das Land verteilt werden, haben die Grünen vorgeschlagen.
Viola / pixelio.de
Windräder sollen über Regionalquoten gleichmäßiger über das Land verteilt werden, haben die Grünen vorgeschlagen.

Die Grünen wollten die Erneuerbare Energien gleichmäßiger über Deutschland verteilen. Der Deutsche Bundestag hat der Festlegung von Regionalquoten für den Windenergie-Ausbau aber eine Absage erteilt.

Gegen die Stimmen der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke lehnte der Wirtschafts- und Energieausschuss im Deutschen Bundestag einen entsprechenden Antrag ab. Die antragstellenden Grünen forderten, Regionalquoten im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu verankern. Der Ausbau der Windenergie sei zuletzt eingebrochen, begründete eine Abgeordnete der Grünen die Initiative. Man brauche mehr Ausbau etwa in Bayern und Baden-Württemberg. Regionalquoten würden auch einer Dezentralisierung und damit einer ausgewogeneren Auslastung der Netze zu Gute kommen.

Vorwurf der Planwirtschaft

Von der Unionsfraktion hieß es unter Verweis auf eine eingesetzte Arbeitsgruppe "Akzeptanz und Energiewende", es sollten jetzt zunächst Vorschläge erarbeitet werden. Dann werde man versuchen, zu einer Lösung innerhalb der Koalition zu kommen. Auch die SPD-Fraktion hob auf die Arbeitsgruppe ab. In ihr würden Fragen erörtert wie die nach Wegen, um das Ziel eines Anteils von 65 Prozent Erneuerbaren Energien am Strom bis 2030 zu erreichen. Die AfD-Fraktion vermisste in den Bemühungen der Grünen-Abgeordneten Fragen nach Schäden für die Natur durch Windkraft und die Auseinandersetzung mit der Infraschall-Problematik, also Lärm durch Windanlagen. Für die FDP-Fraktion wären Regionalquoten ein weiterer Schritt in Richtung Planwirtschaft, anstatt auf marktwirtschaftliche Anreize zu setzen.

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