Wolf

Bauern und Jäger fordern wolfsfreie Zonen


Der Wolf vermehrt sich in Deutschland. Sehr zum Ärger der Forst- und Agrarwirtschaft.
Bild: Pixabay / christels
Der Wolf vermehrt sich in Deutschland. Sehr zum Ärger der Forst- und Agrarwirtschaft.

Der Deutsche Bauernverband warnt vor einem raschen Anstieg der Population. Das Aktionsbündnis Forum Natur fordert eine Schutzjagd nach skandinavischem Vorbild.

Landwirte, Jäger und Waldbesitzer fordern wolfsfreie Zonen in Deutschland. Der Bestand an Wölfen in Deutschland wachse jährlich um etwa 30 Prozent, erklärten der Deutsche Bauernverband (DBV) und das Aktionsbündnis Forum Natur. Nach Schätzungen der Organisationen lebten inzwischen mehr als 1000 Tiere in Deutschland; ihre Zahl wachse jährlich um etwa 30 Prozent. Eine Verdopplung innerhalb von drei Jahren sei deshalb anzunehmen. „Damit nehmen die Konflikte weiter zu“, warnte der DBV.

Die unter dem Dach des Aktionsbündnisses organisierten Bauern-, Waldbesitzer- und Nutztierhalterverbände sowie der Deutsche Jagdverband verlangen von der Politik für die Zukunft ein aktives Eingreifen in die Wolfsbestände. Vorbild soll die skandinavische Schutzjagd sein. Demnach sollen bundesweit für den Wolf drei Kategorien gelten. In Wolfsschutz-Arealen soll sich der Wolf unbeeinflusst entwickeln können, etwa in großen Waldgebieten oder auf Truppenübungsplätzen. In Wolfsmanagement-Arealen soll der Wolf grundsätzlich toleriert werden, seine Bestände aber eine von dem Bundesland festgelegte Obergrenze nicht überschreiten. In Wolfsausschluss-Arealen werden die Tiere nicht toleriert. Dazu zählten urbane Gebiete ebenso wie der alpine Raum oder Gebiete mit Weidetierhaltung.

Beim Bund Naturschutzbund( Nabu) stoßen die Vorschläge derweil auf heftige Kritik. „Wolf und Weidehaltung schließen sich nicht aus“. Vielmehr sei es wichtig, dass umfassende Herdenschutzmaßnahmen umgesetzt werden, heißt es beim Naturschutzbund.

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