Wolfsmanagement

Kleinere Tierhalter resignieren

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Foto: Pixabay
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In Niedersachsen wächst die Wolfspopulation rasch. Kleinere Halter von Ziegen und Schafen wollen die Weidehaltung aufgeben.

Rund 250 Wölfe werden zum Endes des laufenden Jahres in Niedersachsen leben, 100 mehr als im Jahr zuvor. Die Zahlen beruhen auf aktuellen Schätzungen der niedersächsischen Landesjägerschaft, berichtet das Landvok Hannover. Landesweit wurden 18 Wolfsrudel gemeldet. Die Zahl der bestätigten Wolfsrisse habe sich dagegen im Vergleich  zum Vorjahr nur um zwei erhöht. Offenbar hätten die Tierhalter mit Schutzzäunen ein hohes Maß an Vorsorge erfüllt, kommentiert Landvolkvizepräsident Jörn Ehlers die neuen Daten. Gleichzeitig sei jedoch zu vermuten, dass die schleppende Bearbeitung gemeldeter Nutztierrisse kleinere Tierhalter zunehmend davon abhalte, entsprechende Vorfälle überhaupt zu melden, so Ehlers. Auch sei vermehrt von Tierhaltern zu vernehmen, dass sie die ständige Furcht vor Wolfsrissen und die Einrichtung von Schutzmaßnahmen stark belaste. Daher sei zu erwarten, dass sich kleinere Tierhalter früher oder später von Schafen, Ziegen oder anderen Weidetieren trennen werden, äußert der Landvolkvizepräsident. "Die große Euphorie, die einige Gruppen mit der Rückkehr des Wolfes verbreiten, führt bei den betroffenen Tierhaltern leider eher zur Resignation" , so Ehlers.

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