Wolfsmanagement

Rüde "GW924m" wird entnommen


Zu clever: Weil der Wolf GW924m herausgefunden hat, wie ein wolfssicherer Zaun zu überspringen ist, wird er jetzt entnommen.
Bild: Pixabay / Pixel-Mixer
Zu clever: Weil der Wolf GW924m herausgefunden hat, wie ein wolfssicherer Zaun zu überspringen ist, wird er jetzt entnommen.

In Schleswig-Holstein greift ein Wolf immer wieder Schafe auf sicheren Gebieten an. Nun wird der Wolf entnommen, beschloss die zuständige Behörde.

Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) hat beschlossen, einen auffälligen Wolf zu entnehmen. Dem Tier mit der Bezeichnung GW924m wurden sechs Risse nachgewiesen, die sich auf wolfssicheren Flächen befanden. Die Bewertung zweier weiterer Angriffe auf Schafe steht noch aus. Nach Druck aus der Region habe das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) den Antrag gestellt, den Wolf zu entnehmen. Das LLUR erklärte sich damit einverstanden.

„Nach intensiver Prüfung halten wir dieses Vorgehen im vorliegenden Fall für erforderlich, um die Last von den Betroffenen vor Ort zu nehmen,“ begründete Umweltminister Jan Philipp Albrecht. Es bestünde die Gefahr, dass der Wolf sein Verhalten an Nachkommen weitergibt und damit die Risszahlen trotz umfassender Herdenschutzmaßnahmen deutlich steigen würden, sagte Albrecht. „Das wäre letztlich auch ein Problem für die Akzeptanz des Wolfes und den Artenschutz.“

Das MELUND kündigte an, dass eine „Gruppe ausgewiesener Fachleute (…) mit der schwierigen Aufgabe betraut werden würde, den Wolf zu erlegen“. Albrecht wies jedoch ausdrücklich darauf hin, dass die Genehmigung keine Garantie für den Abschuss sei. Das Ziel sei weiterhin die Koexistenz von Wolf und Mensch in der Kulturlandschaft. Der Minister kündigte eine zeitnahe Weiterentwicklung des bisherigen Wolfsmanagements an.

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