Zuckermarkt

Spanische Bauern fordern EU-Hilfen


Fallende Zuckerrübenpreise sorgen in Spanien für Proteste. Die Kommission in Brüssel soll den Markt durch die Private Lagerhaltung entlasten.

Der Spanische Bauernverband fordert die Kommission in Brüssel auf, sich mit den fallenden Zuckerpreisen in Europa zu beschäftigen. Die Kommission solle eine schwere Marktstörung feststellen, um so den Weg für Hilfsmaßnahmen freizumachen. So könnten unter anderen über die Private Lagerhaltung vorübergehend Mengen vom Markt genommen werden.


Außerdem müsse die Preisbildung stärker überwacht werden, fordern die spanischen Landwirte. Notwendig sei mehr Preistransparenz und ein Erzeugerpreis, der die Produktionskosten deckt. Überprüft werden sollten auch die Handelsabkommen mit Drittstaaten wie Thailand und Indien, wo die Produktion durch staatliche Zuschüsse gestützt werde.

Anlass für die Forderungen sind die aktuellen Preisverhandlungen zwischen den Anbauverbänden und dem spanischen Zuckerhersteller Azucarera, der plant den Rübenpreis in der kommenden Saison um 6 € auf 26 €/dt zu senken. Die Erzeuger fordern 42 €/dt. Die spanischen Landwirte erhalten, anders als in Deutschland, an den Rübenanbau gekoppelte Direktzahlungen, durch die die Rübenproduktion mit rund 5 €/dt gefördert wird.

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