Forscher eines flämischen Instituts für Biotechnologie untersuchen die Folgen von Hitze und Trockenheit auf die Mais-DNA. Die Freilandversuche sind jetzt genehmigt worden.

Die belgische Regierung hat die Fortsetzung von Freilandversuchen mit gentechnisch verändertem (GV-)Mais genehmigt. Diese Versuche hatte das flämische Institut für Biotechnologie (VIB) bereits im Jahr 2017 gestartet. Eine Genehmigung wurde nun notwendig, weil bei den Versuchen Eingriffe in das Erbgut mittels der CRISPS/Cas-Methode gemacht werden. Das fällt unter das Gentechnik-Gesetz. 
In dem Forschungsprojekt werden mithilfe der Genschere CRISPR/Cas Mutationen in Mais-Genen ausgelöst, die an der Reparatur von DNA-Schäden beteiligt sind. In der Folge sollten sich Schäden, die durch Hitzestress, UV-Strahlung und Trockenheit entstehen, schneller anhäufen. So wollen die Forscher eine mögliche Wirkung des Klimawandels auf das Erbgut untersuchen. Eine Vermarktung der GV-Pflanzen ist nicht vorgesehen.


"Auf der ganzen Welt ist man sich einig, dass mit CRISPR/Cas modifizierte Pflanzen genau so sicher sind wie Pflanzen, die mit traditionellen Methoden gezüchtet worden sind", erklärt Dirk Inzé, wissenschaftlicher Direktor des VIB-UGent Center for Plant Systems Biology, der zwar erfreut über den Erhalt der Genehmigung ist, aber bedauert, dass CRISPR-Mutanten anders behandelt werden als Mutanten, die über den Einsatz von Chemikalien oder ionisierende Strahlen entstanden sind.

Am Forschungsinstitut VIB arbeiten nach eigenen Angaben rund 1.500 Wissenschaftlern aus Belgien und anderen Ländern zusammen. Partner sind die Universität Gent, die Katholische Universität Löwen, die Universität von Antwerpen, die Freie Universität Brüssel und die Universität Hasselt. Im Rahmen des Projekts kooperiert das VIB auch mit dem flämischen Institut für Agrar-, Fischerei- und Lebensmittelforschung (ILVO).

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