Zukunftsdialog 2018

BMU: Programmentwurf zum Insektenschutz im Juni

Die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD) auf dem Zukunftsdialog Agrar & Ernährung: "Wir hängen von diesen kleinen Dienstleistern ab, die über unsere Felder schwirren."
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Die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD) auf dem Zukunftsdialog Agrar & Ernährung: "Wir hängen von diesen kleinen Dienstleistern ab, die über unsere Felder schwirren."

Derzeit befindet sich der Entwurf zum Aktionsplan für den Insektenschutz in der Ressortabstimmung. Das Umweltressort hofft, dass noch in diesem Monat einen Beschluss zu dem Papier gefasst werden wird.

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium (BMU), Rita Schwarzelühr-Sutter, hofft, dass die beiden beteiligten Ressorts noch in diesem Monat den Entwurf und in der Folge erste, konkrete Maßnahmen beschließen. Das sagte sie auf dem „5. Zukunftsdialog Agrar & Ernährung“ von agrarzeitung (az) und Die ZEIT am Dienstag in Berlin. Das BMU hat für das Aktionsprogramm die Federführung; beteiligt ist das Bundesagrarministerium (BMEL).

Weniger Dünger und Monokultur

Schwarzelühr-Sutter machte keinen Hehl daraus, dass sie auch die Landwirtschaft als maßgeblichen Verursacher für den Rückgang der Insektenpopulation hält. Anwendung von Agrarchemie auf den Äckern, eine übermäßige Düngung sowie der Anbau von Monokulturen trage zu dem „dramatischen Rückgang“ in der Anzahl von Käfer, Schmetterling, Biene und anderen Insekten bei, betonte die Staatssekretärin: „Die Überdüngung muss zurückgeführt werden. Weniger Dünger würde den Insekten helfen, gut sein für gesunde Boden, gesunde Gewässer und eine gesunde Luft.“

Gleichzeitig betonte Schwarzelühr-Sutter, dass das BMU unter Ministerin Svenja Schulze (SPD) auf eine konstruktive Zusammenarbeit setze: Das gemeinsame „Ja“ in Brüssel zum totalen Verbot von Neonicotinoiden im Freiland sei dafür ein „guter Auftakt“ gewesen, so Schwarzelühr-Sutter: „Wir brauchen ein neues System für die Agrarförderung: Mehr EU-Mittel müssen in den Naturschutz fließen.“

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