Zukunftsdialog 2019

Gemeinsam handeln statt spalten

Saori Dubourg drängt auf eine Versachlichung der Debatte über die Landwirtschaft.
Foto: Phil Dera
Saori Dubourg drängt auf eine Versachlichung der Debatte über die Landwirtschaft.

Landwirtschaft und Umwelt müssen in ein Gleichgewicht gebracht werden, heißt es auf dem Zukunftsdialog. Das Vorstastandmitgkied der BASF SE, Saori Dubourg, mahnt zur konstruktiven Zusammenarbeit aller Beteiligten.

"Wir brauchen einen Agrarpakt der Besten" appellierte Dubourg im Rahmen einer Podiumsdiskussion auf dem diesjährigen Zukunftsdialog 2019 in Berlin. Tatsächlich erleben wir alle einen neuen Aufbruch, sagte Dubourg. Landwirtschaft und Ernährung werde in vielen Punkten sehr kontrovers diskutiert. Doch bei allen Argumenten gegen moderne Formen der Landbewirtschaftung dürfe niemals übersehen werden, dass weltweit die Landwirtschaft auch satt machen müsse. Dabei würden sich die Trends zu einer wachsenden Bevölkerung und weiterem Verlust an Ackerflächen fortsetzen.  

Aber Artenvielfalt geht uns alle an, betonte Dubourg. Dabei sei Verantwortung nicht teilbar. Sie rief zu einem konstruktiven und ernst gemeinten Dialog zwischen Landwirtschaft, Industrie und auch Nicht-Regierungsorganisationen (NGO) auf. Unbedingt vermieden werden, müssten Versuche einzelner Interessengruppen durch überzogene Forderungen zu einer Spaltung der Gesellschaft beizutragen. Klimaschutz und Sicherstellung der Ernährung seinen gleich wichtig und dürften nicht gegeneinander ausgepielt werden, mahnte Dubourg. Dass Angebot zum Dialog seitens ihres Unternehmens stehe, alle seien eingeladen sich daran zu beteiligen. 

Auch neue Züchtungstechniken seien Teil des Klimaschutzes, zeigt sie sich überzeugt. Darüber müsse offen und auf wissenschaftlicher Basis gesprochen werden. Auch die Digitalität der Prozesse würde neue Chancen bieten, um Landwirtschaft und Umweltschutz präziser zu gestalten. Doch der Dialog zwischen allen Gruppen müsse sich immer an der Wirklichkeit orientieren, so Dubourg.  Sie verwies darauf, dass ihr Unternehmen seit dem Jahr 2013  ein Farmnetzwerk mit mehr als 63.000 ha geschaffen habe, um konkrete Projekte zur Biodiversität umsetzen zu können.  

 

 

 

 

 

 

 

 

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