Zukunftstechnologien

Klöckner gestaltet Digitalisierung


Das Landwirtschaftsministerium setzt einen neuen Schwerpunkt im Bereich der Digitalisierung. Verbände fordern Unterstützung bei Bildungsmaßnahmen.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner unterstreicht die Bedeutung der Digitalisierung in der Agrarwirtschaft. Für sie sei es eines der zentralen Themen, betonte sie in einem heutigen Gespräch mit Spitzenverbänden der Landwirtschaft in Bonn. Noch vor der Sommerpause wolle sie in ihrem Ministerium Strukturen schaffen, um das Ministerium in diesem Bereich schlagkräftiger zu machen. Ein bereits tätiger Digitalisierungsbeauftragter habe einen Zwölf-Punkte-Plan "Digitalpolitik Landwirtschaft" entwickelt. Für den Bereich Digitalisierung soll ein eigener Posten im Haushalt geschaffen werden, um Projekt und Maßnahmen zu finanzieren, sagte Klöckner. Zum Beispiel sollen digitale Testfelder auf landwirtschaftlichen Betrieben eingerichtet werden, um auszuprobieren, wie Digitalisierung vor Ort ganz konkret funktionieren kann. 

Schulterschluss mit Dorothee Bär

In der kommenden Woche werde das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) gemeinsam mit dem Deutschen Landkreistag eine Digitalisierungskonferenz durchführen, an der auch die Staatsministerin für Digitalisierung im Bundeskanzleramt, Dorothee Bär, teilnehmen werde.

Aus dem Kreis der am Treffen teilnehmenden Verbände äußert der Deutsche Raiffeisenverband (DRV), dass die Digitalisierung aus den ländlichen Genossenschaften nicht mehr wegzudenken sei. "Doch wir brauchen Unterstützung aus der Politik", wird DRV-Hauptgeschäftsführer Dr. Henning Ehlers in einer Mitteilung zitiert. Nicht zuletzt sei eine gelingende Digitalisierung auch eine Frage von Fachwissen und wirtschaftlichen Ressourcen. Daher fordere der DRV mehr Unterstützung bei der Aus- und Weiterbildung, sowohl in den Unternehmen, als auch in der Verwaltung.

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