Saatgutvermehrung

Anlagen nur noch mit Kontrakt

Vermehrungen von Saatgut sollen nur noch angelegt werden, wenn der Vermehrer mit der Vertriebsorganisation (VO) einen Kontrakt abschließt. Damit sind alle Bedingungen zu klären, die die Beteiligten vorab individuell vereinbaren. Dieser Beschluss wurde heute auf der Jahrestagung des Bundesverbandes Deutscher Saatguterzeuger (BDS) in Rendsburg gefasst. Der Preis für das vermehrte Saatgut, die Tonnage sowie das Zahlungsziel sind wesentliche Bestandteile der Diskussion.

Vereinbarungen dieser Art waren bisher in sehr vielen Fällen nicht üblich. Lediglich in den neuen Bundesländern vorzugsweise Mecklenburg-Vorpommern oder mit größeren Vermehrungsbetrieben wurden Verträge abgeschlossen. Der BDS strebt eine flächendeckende Anwendung solcher Kontrakte an. Er wird den Vermehrern über die Regionalverbände Leitlinien an die Hand geben, wie diese Kontrakte aussehen sollten. Letztendlich muss der Vermehrer den Kontrakt mit seiner VO-Firma eigenständig abschließen. (dg)
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