Netzwerk wird dichter
Die Unternehmensgruppe agt Trebbin e.G. bewirtschaftet etwa 40 km südlich vom Zentrum Berlins eine Gesamtfläche von 4.200 ha, davon 1.200 ha Grünland. Typisch für Brandenburg sind die leichten Böden. Bei dem 210 ha-Betrieb Rothenstein in Schleswig-Holstein handelt es sich um einen Ackerbaubetrieb, der drei Kilometer von der Eckernförder Bucht entfernt liegt.
Die BASF baut seit 2013 in Europa ein Nachhaltigkeitsnetzwerk auf. In Deutschland, Belgien und Österreich sind bereits 16 Betriebe und eine großflächige Region in der Südpfalz integriert. Ziel ist es, einen hohen Flächenanteil mit wirksamen Agrarumweltmaßnahmen zu generieren und gleichzeitig die Produktivität zu erhalten. (db)
In der Unternehmensgruppe agt Trebbin e.G. sind Blüh- und Gewässerpufferstreifen auf einigen Flächen bereits angelegt. Das Ganze auszuweiten, basierend auf Erfahrungswerten vergleichbarer Betriebe, sei nun das Ziel der Genossenschaft, sagt Uwe Mertin, der die Pflanzenproduktion in der Gruppe verantwortet. „Neben unserem Alltagsgeschäft bleibt uns nicht viel Zeit für Experimente. Deshalb freue ich mich über die schnelle Umsetzung von konkreten Maßnahmen nach der ersten Beratungs- und Planungsphase“, begründet er die Teilnahme am BASF-Netzwerk.

Der Betrieb Rothenstein in Schleswig-Holstein ist nach Angaben der BASF durch die Nähe zu Gewässern als auch zu Waldgebieten für Untersuchungen im Farm-Netzwerk besonders geeignet. Die Betriebsleiterin, Laura Bolten, hat bereits in der Vergangenheit beispielsweise in Zusammenarbeit mit Imkern nachhaltige Maßnahmen auf den Flächen verfolgt. Sie sieht durch die vorhandenen Landschaftselemente in ihrer Region viele Optimierungsmöglichkeiten zur Unterstützung der Biodiversität und des Gewässerschutzes. „Es gibt noch nicht allzu viele Ergebnisse zum Thema Biodiversitätsförderung, die insbesondere für Praktiker aussagefähig sind. Umso mehr versprechen wir uns jetzt, basierend auf den Erfahrungen aus dem Farm Netzwerk, schnelle und messbare Effekte im Umfeld unserer Flächen zu erreichen“, so Bolten.

Basierend auf den Erfahrungen des Farm-Netzwerkes Nachhaltigkeit hat BASF in diesem Jahr ein Beratungshandbuch Biodiversität fertiggestellt, das mit Maßnahmenvorschlägen und einem Überblick zu rechtlichen und fachlichen Grundlagen über die Unternehmenswebsite für jedermann zur Verfügung steht.
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