Bioenergiebranche schraubt Erwartungen zurück

Das Investitionsklima für erneuerbare Energien kühlt sich ab. Gelder in weitere Anlagen fließen spärlicher. „Die Erwartungshaltung der Bioenergie-Unternehmen im Hinblick auf künftige Investitionen war vor Fukushima größer als nach dem Atomausstiegsbeschluss der Bundesregierung", stellt Harald Uphoff, kommissarischer Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), heute in Berlin fest. Uphoff führt dies auf die Kürzung der Solarvergütungen zurück. Zudem fehlen den Unternehmen Impulse für den Wärme- und Biokraftstoffmarkt.
 

Die real getätigten Investitionen der Industrie für Erneuerbare-Energien-Anlagen sanken im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2010 um rund 1 Mrd. €. Dieser Rückgang sei vor allem auf den Einbruch im Fotovoltaikgeschäft zurückzuführen. Uphoff stellte eine aktuelle Studie zum Investitionsklima in der Erneuerbaren-Energie-Branche vor, die der BEE zusammen mit der Hannover Messe in Auftrag gegeben hatte. Die Erhebung zeige jedoch auch, dass Bioenergie-Unternehmen im Stromsektor im Jahr 2011 mehr als 2,8 Mrd. € investiert hätten. Spürbar groß sei auch das Interesse der Branche, als Aussteller auf der Hannover Messe vertreten zu sein, die am kommenden Montag beginnt. (da) 
stats