Sparprogramm

DMK will Gürtel enger schnallen


Der Sprecher der Geschäftsführung der DMK Deutsches Milchkontor GmbH, Zeven, schlägt Alarm. In der aktuellen Ausgabe der Kundenzeitschrift „Milchwelt“ beschreibt Josef Schwaiger eine „akute Milchmarktkrise“ auf dem Weltmarkt. Er nennt als Indiz den Kieler Rohstoffwert, der im August auf einen neuen Tiefstand gefallen ist. „Es handelt sich nicht um eine Krise innerhalb der DMK Group“, beteuert Schwaiger. Dennoch erfordere die Ausnahmesituation einen „leistungsstarken Krisenmodus“. Deswegen stellt der DMK-Chef im zweiten Halbjahr 2015 „weitere Sparmaßnahmen“ in Aussicht. „Wir werden in der gesamten DMK Group über alle Ebenen hinweg die Gürtel nochmals enger schnellen“, so Schwaiger wörtlich.

Der DMK-Chef kündigt eine erneute Bewertung des Auszahlungspreises an die Milcherzeuger an. Es gelte die Devise „Auszahlungspreis vor wichtigem, schnellen Wachstum“. Im Unternehmen selbst soll dazu ein straffes Sparprogramm greifen, bei dem die Kosten in „zweistelliger Millionenhöhe“ zu senken seien. Um einen Betrag ebenfalls im „zweistelligen Millionenbereich“ werden nach dem Plan der Geschäftsführung insbesondere die Investitionen heruntergefahren. Von den Kürzungen seien auch laufende Vorhaben und bereits vereinbarte Etats betroffen, so Schwaiger weiter.

Benedikt Langemeyer, Mitglied des Aufsichtsrates des Unternehmens, signalisiert in der gleichen Ausgabe der „Milchwelt“ Unterstützung für die Maßnahmen. In dieser Ausnahmesituation gebe es eine „sehr enge Zusammenarbeit“ zwischen Ehrenamt und hauptamtlicher Geschäftsführung, so Langemeyer. (db)
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