Wie die FAO mitteilte, lag der von ihr berechnete Nahrungsmittelpreisindex im August um 3,6 Prozent niedriger als im Vormonat und um 3,9 Prozent niedriger als im August 2013. Insgesamt liegt der Index auf dem niedrigsten Stand seit September 2010.

Besonders stark gaben die Preise für Milchprodukte nach. Der entsprechende Teilindex ging im Monatsvergleich um 11,2 Prozent zurück.

Die FAO begründet dies unter anderem mit dem russischen Importverbot, aber auch mit nachlassenden Vollmilchimporten Chinas. Der Fleischpreis hingegen kletterte gegenüber dem Juli um 1,2 Prozent. Er lag damit um 14,0 Prozent über dem Niveau vom August 2013.
Die weiter günstigen Aussichten für die Welt-Getreideernte spiegelten sich in einem erneuten Minus für den FAO-Getreidepreisindex wider, diesmal um 1,5 Prozent verglichen mit Juli 2014. Die globale Getreideproduktion - ohne Reis - könnte in diesem Jahr 2,5 Mrd. t betragen, mit einem Abstand von lediglich 13 Mio. t zur Rekordernte von 2013, stellte die FAO in dem Zusammenhang fest.

Der FAO-Index für Pflanzenöle gab im Monatsvergleich um 8,0 Prozent nach, womit das niedrigste Niveau seit November 2009 verzeichnet wurde. Der Zuckerpreisindex lag um 5,7 Prozent niedriger als im Juli, aber noch 1 Prozent höher als im Vorjahr zur gleichen Zeit. (az)
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