Redakteurin Stefanie Pionke moderierte die Diskussion.
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Redakteurin Stefanie Pionke moderierte die Diskussion.

Von dem eingelagerten Weizen bewegt sich derzeit wenig, berichtet Konrad Weiterer, Landhandel Weiterer, beim Forum der agrarzeitung (az) heute auf der Agritechnica. Das Thema „Weizen profitabel vermarkten“ hat viele Besucher in Halle 8 gelockt, sich aus dem Messegeschehen zurück zu ziehen und auf den Zuhörerstühlen die Ohren zu spitzen. Der niedrige Euro-Kurs biete den besten Hintergrund für Exportchancen, bestätigen die Teilnehmer az-Redakteurin Stefanie Pionke, die das Gespräch moderierte. Allerdings seien auch die Wechselkurse der südamerikanischen Währungen günstig für deren Export.

Wie auch Weiterer fürchtet Justin Pfitzenreuter, Agravis Raiffeisen, dass erst zum Ende der Saison Bewegung in die Verladungen für den Export kommen könnte. Dann könnten die Hafenstandorte, genau wie im vorigen Jahr, an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Er ermuntert Landwirte, dennoch dem Landhandel immer Abgabebereitschaft zu signalisieren. Dann könnten sie dabei sein, wenn Mühle oder Mischfutterwerke immer wieder nach Ware fragen.

Die niedrige inländische Körnermaisernte mache den Weizen für die Mischfutterindustrie interessant, waren sich alle Podiumsteilnehmer sicher. Allerdings werde ohnehin Körnermais importiert. Letztlich optimiere die Mischfutterindustrie ihre Kalkulation. Dafür müssen sich einige Marktteilnehmer dann von ihren Preisvorstellungen verabschieden, mit denen sie zum Teil auch Vorkontrakte geschlossen haben. (brs)
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