Greening

Leguminosen geben Gas


Viele Betriebe wollen ihre Greening-Auflagen mit dem Anbau von Leguminosen als Hauptfrucht erfüllen. Dieses Ergebnis stellte Prof. Bernhard Carl Schäfer von der FH in Soest anhand von Auswertungen des Leguan-Forschungsprojektes bei Betriebsleitern heute in Frankfurt am Main vor.

Ausschlaggebend für die Anbauentscheidung ist unter anderem der relativ hohe Anrechnungsfaktor von 0,7 als ökologische Vorrangflächen für das Greening. Der Flächenaufwand je Greening-Punkt sei mit rund 1,4 ha vertretbar. Hinzu komme die Nachlieferung von Stickstoff, die gerade mit den Auflagen der kommenden Düngeverordnung eine größere Bedeutung erhalte.

In seiner Darstellung zur Konkurrenz von Ackerbohnen und Weizen sieht der Wissenschaftler durchaus Vorteile zugunsten von Eiweisspflanzen. Der Wert von Körner -Leguminosen lässt sich durch eine innerbetriebliche Verwertung oder Vermarktung finanziell ermitteln. Leguminosen können durchaus in beiden Verwertungsrichtungen gegenüber Weizen mithalten. Beispielsweise erzielen Marktfruchtbetriebe mit Ackerbohnen eine finanzielle Vorzüglichkeit, wenn sie die Früchte an Michviehproduzenten verkaufen oder im Austausch Gülle beziehen. Noch dazu ersetzen gentechnikfreie Leguminosen den Einsatz von Sojabohnen in der Fütterung.


Gute Verkauschancen rechnen sich Anbieter von Leguminosen-Saatgut schon in diesem Jahr aus. „Wir sind mitten in der Auslieferung“ , so Thomas Wegert von der Saaten-Union. Restmengen seien noch im Handel erhältlich. Die Vermehrung dürfte um 30 Prozent steigen. Allein für dieses Jahr wird ein Anstieg die Leguminosenflächen von 45 bis 50 Prozent erwartet. (da)
stats