Konsumenten legen zunehmend Wert auf regionale Produkte. Wochenmärkte und Biobauern sind dabei die vertrauenswürdigsten Bezugsquellen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie, in der die Unternehmensberatung A.T. Kearney das Kaufverhalten der Verbraucher analysiert hat.

Zwar fehle eine einheitliche Definition von Regionalität, was die genaue Ermittlung des Marktvolumens erschwert, doch bei der Hälfte der Befragten machen regionale Lebensmittel bereits einen Anteil von 20 Prozent und mehr im Warenkorb aus. Der Anteil der Bioprodukte beträgt bei der Hälfte der Befragten indes nur rund 10 Prozent.

Über 70 Prozent der Verbraucher in Deutschland, Österreich und der Schweiz kaufen mehrmals im Monat regionale Lebensmittel, so die Studie. Nahezu die Hälfte tut dies sogar wöchentlich. Die Österreicher nehmen dabei mit etwa 60 Prozent eine Vorreiterrolle ein, gefolgt von den Deutschen mit rund 47 Prozent und den Schweizern mit rund 41 Prozent.

Nur etwa 20 Prozent der Verbraucher in den drei Ländern legen weniger als einmal im Monat regionale Lebensmittel in den Einkaufskorb. Im Zeitraum Januar bis Februar dieses Jahres wurden mehr als 1.000 Personen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) befragt.

Was Verbraucher mit Regionalität verbinden

Konsumenten verbinden mit regionalen Lebensmitteln vor allem ein verbessertes Sortiment (56 Prozent) und Unterstützung für die lokale Wirtschaft (52 Prozent). 40 Prozent sahen die Ware als gesunde Alternative, 34 Prozent verbinden damit ein Engagement für die Umwelt. Dazu zählen auch kurze Transportwege.

So erwartet etwa die Hälfte der Befragten (47 Prozent) laut der Befragung bei regionalen Produkten, dass sie auf maximal 100 km entfernten Höfen erzeugt worden sind. Was am Ende tatsächlich den Ausschlag für den Kauf regionaler Lebensmittel gibt, sind vor allem zwei Kriterien: Geschmack und Qualität.

Erhöhte Zahlungsbereitschaft für Regionales

Je nach Produktkategorie besteht durchaus die Bereitschaft, für regionale Lebensmittel etwas mehr zu bezahlen. Bei Fleisch gilt dies für 39 Prozent der Befragten, bei Eiern für 36 Prozent. Jeweils etwa 30 Prozent geben dies bei Obst und Gemüse an. Toleriert werden dabei in der Regel Preisaufschläge von bis zu 15 Prozent.

Wichtigste Bezugsquelle für regionale Produkte sind große Supermärkte mit einem Anteil von 43 Prozent noch vor Wochenmärkten und Bauernhof-Läden, die zusammen auf 42 Prozent kommen. Allerdings sind Wochenmärkte und Bauernhof-Läden für die Verbraucher „am vertrauenswürdigsten“. (hed)
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