Das Seuchengeschehen, Stand 15. Januar 2019. Das Friedrich-Loeffler-Institut aktualisiert die Karte wöchentlich.
FLI
Das Seuchengeschehen, Stand 15. Januar 2019. Das Friedrich-Loeffler-Institut aktualisiert die Karte wöchentlich.

Aus dem südbelgischen Infektionsgebiet der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ist die Tierseuche westwärts näher an Frankreich herangerückt. Die Behörden intensivieren ihre Maßnahmen zur Eindämmung.

Wie Walloniens Landwirtschaftsminister René Collin am vergangenen Wochenende bekanntgab, bestätigte sich bei zwei geschossenen Wildschweinen in der Nähe von Meix-devant-Virton - außerhalb der strenger gesicherten Sicherheitszone 1 - der ASP-Verdacht. Der Fundort liegt laut fleischwirtschaft.de nur zwei Kilometer von der französischen Grenze entfernt. Als Reaktion wurden die Puffer- und Überwachungszonen erweitert.


In der Überwachungszone wird die vollständige Eliminierung der Wildschweine angestrebt. Nun werden zusätzliche Tierfallen eingerichtet, weitere Zäune errichtet und Nachtpatrouillen in Zusammenarbeit mit Jägern organisiert. In der Pufferzone gelten unter anderem ein Jagdverbot und Einschränkungen der Forstnutzung. Nach Angaben der Bundesbehörde für Lebensmittelsicherheit (AFSCA) vom 7.1. sind bisher 288 mit ASP infizierte Wildschweine in Belgien gefunden worden.

Rumänien hat zwischenzeitlich die zweite Tranche von 3,9 Mio € für Sofortmaßnahmen zur Bekämpfung der ASP von der EU-Kommission erhalten. Die Bukarester Regierung wertete die Zahlung auch als eine Bestätigung dafür, dass sie die Afrikanische Schweinepest in vollem Einklang mit den Anforderungen der Kommission bekämpfe. Das Land war 2018 mit 1.163 Ausbrüchen in Nutzschweinebeständen und gut 364.000 gekeulten Tieren in der EU am stärksten von der Tierseuche betroffen.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats