1,4 Milliarden Menschen sind bitterarm

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Trotz Fortschritten in der Armutsbekämpfung leben auf der Welt mehr Menschen unterhalb des Existenzminimums als bisher vermutet. Die Weltbank in Washington hat eine neue, nach eigener Einschätzung verbesserte, Berechnung zur wirtschaftlichen Situation der Weltbevölkerung vorgelegt. Sie hat gleichzeitig die absolute Armutsgrenze angehoben auf ein verfügbares Pro-Kopf-Einkommen von 1,25 US-$ pro Tag in Kaufkraftparität. Bislang lag diese Marke bei 1,00 US-$. Nach den neuen Zahlen der Weltbank lebten im Jahr 2005 rund 1,4 Milliarden Menschen in Entwicklungsländern unterhalb dieser Armutsgrenze. Das entspricht einem Viertel der Gesamtbevölkerung in diesen Ländern.

Fortschritte verzeichnet die Weltbank, weil 1981 noch 1,9 Milliarden Menschen in Entwicklungsländern, das war damals die Hälfte der Gesamtbevölkerung, unterhalb dieses Existenzminimums lebte. Auf der anderen Seite räumt die Weltbank ein, dass seit der umfassenden Datenerhebung im Jahr 2005 sich die Armutssituation verschärft haben könnte, weil seither die Energie- und Nahrungsmittelpreise drastisch angestiegen sind. (db)

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