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Ein Projekt für 200 so genannte "Demonstrationsbetriebe" des ökologischen Landbaus startete Bundesverbraucherministerin Renate Künast am Dienstag auf dem Biohof Gut Ostler in Bonn. Das im Rahmen des Bundesprogramms "Ökologischer Landbau" initiierte Netzwerk-Projekt hat zum Ziel, für Landwirte praktische Anschauungsobjekte und erste Anlaufstellen zum direkten Informationsaustausch mit Berufskollegen zu schaffen. Auch Verarbeitern von ökologischen Lebensmitteln, Händlern und Verkaufspersonal sowie anderen interessierten Gruppen, z.B. Schulklassen, soll ein praxisnaher Blick in den Alltag des ökologischen Landbaus mit seinen besonderen Qualitäten, seinen Chancen und Problemen geboten werden.

Die 200 Betriebe verteilen sich auf alle Landschaftsräume Deutschlands und wurden von einer Jury aus Vertretern der Anbauverbände und der Geschäftsstelle "Bundesprogramm Ökologischer Landbau" in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung aus einer großen Zahl von Bewerbern ausgewählt. In allen Fällen handelt es sich um landwirtschaftliche und gartenbauliche Betriebe oder Wein- und Obstbaubetriebe, die schon mehrere Jahre nach den Kriterien des ökologischen Landbaus geführt werden und nach der EG-Öko-Verordnung zertifiziert sind. Mehrheitlich unterliegen sie auch der Kontrolle eines der anerkannten Verbände des ökologischen Landbaus. Eine eigens eingerichtete "Koordinationsstelle Demonstrationsbetriebe" kümmert sich um die zentrale Koordination und Betreuung aller "Netzwerk-Betriebe". Weitere Hintergrundinformationen und zukünftig eine Liste der teilnehmenden Betriebe ist unter der Internetadresse www.bundesprogramm-oekolandbau.de zu finden.(ED)
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