Der Kasseler Düngerhersteller sichert sich den Zugriff auf australisches Kaliumsulfat. Damit sollen Märkte für das Spezialdüngemittel in Australien, Asien und Ozeanien erschlossen werden.

K+S hat mit dem australischen Unternehmen Kalium Lakes eine Vereinbarung zur Abnahme von bis zu 90.000 Tonnen des Spezialdüngemittels Kaliumsulfat (SOP) pro Jahr abgeschlossen. Die Laufzeit der Vereinbarung beträgt zehn Jahre und sichert K+S den vollständigen Zugriff auf die erste Kaliumsulfat-Produktion in Australien.

„Die Vereinbarung mit Kalium Lakes passt ideal zu unserer Strategie Shaping 2030, die unter anderem den Ausbau des Spezialitätengeschäfts vorsieht“, sagt Alexa Hergenröther, Leiterin der Operativen Einheit Europe+. K+S plant Kaliumsulfat in Australien, Asien und Ozeanien zu vertreiben. Das höherpreisige Düngemittel wird unter anderem für Obstsorten wie Mango und Ananas sowie für Gemüse und Tabak angewendet.
Die zusätzlichen Mengen an Kaliumsulfat würden das Produktangebot aus der eigenen SOP-Herstellung in Deutschland ergänzen. Zugleich könnten bestehende Kunden besser beliefert und neue Kunden hinzugewonnen werden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Kalium Lakes plant, eine Kaliumsulfat-Produktion für in- und ausländische Märkte aufzubauen. Derzeit gibt es keine derartige Produktion auf dem australischen Kontinent. Dazu wird ein unterirdisches Solevorkommen in Westaustralien entwickelt. Gegen Ende 2020 kan mit ersten nennenswerten Mengen an Kaliumsulfat gerechnet werden. Die Übereinkunft beinhaltet keinen Kapitaleinsatz seitens K+S.

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