Seit Sonntagnachmittag US-Zeit hat die CBoT fast Rund um die Uhr geöffnet. Die Reaktionen reichen von Angst vor mehr Volatilität bis hin zu Zuversicht. Ab sofort können Agrar-Futures auf Weizen, Mais oder Sojabohnen am Chicago Board of Trade (CBoT) 21 Stunden am Tag umgeschlagen werden. Die Chicagoer Börse wollte den Handel zunächst um noch eine weitere Stunde auf 22 Stunden ausdehnen, hatte sich dann aber schließlich mit 21 Stunden begnügt.

Händler und Analysten aus den USA selbst und aus Asien äußerten laut Berichten in US-Medien Bedenken über höhere Preis-Volatilität, vor allem an Tagen, wenn das US-Agrarministerium USDA seine monatlichen Ernteschätzungen veröffentlicht. Dann, so die Befürchtungen, seien Hochfrequenzhändler im Vorteil. Diese können die Daten aus den umfangreichen USDA-Reports binnen Millisekunden in Positionierungen umsetzen. Bislang hatte das CBoT bei Veröffentlichung der Daten noch geschlossen.

US-Agrarwissenschaftler wiederum zeigten sich den Berichten zufolge zuversichtlich, dass sich die meisten Marktteilnehmer erfolgreich auf die neuen Handelszeiten einstellen werden. Die Weizennotierungen an der Pariser Matif zeigten sich am Montag unauffällig, Raps legte deutlich zu. (az)
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