1

In den nordrhein-westfälischen Kreisen Coesfeld, Warendorf und Borken sind am Wochenende mehr als 4.000 Schweine und Rinder notgeschlachtet worden, wie das Düsseldorfer Landwirtschaftsministerium mittelt. Die Bezirksregierung in Münster rechtfertigte die Schlachtung als Vorsorgemaßnahme, weil die betroffenen Höfe in der jüngsten Zeit Tiere aus dem niederländischen MKS-Krisengebiet übernommen hätten. Tests im Tübinger Labor der Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere sollen in den nächsten Tagen Aufschluss darüber geben, ob die Tiere das hochinfektiöse Virus in sich trugen. Sollten infizierte Tiere dabei sein, muss über eine Ausweitung der Notschlachtungen auf umliegende Betriebe entschieden werden. NRW-Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn bekräftige am Wochenende ihre Forderung nach Schutzimpfungen. Der Beschluss der Agrarminister von Bund- und Ländern, nur im akuten Fall Notimpfungen zu erlauben, sei nicht ausreichend. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis sich auch diese Position nicht mehr aufrecht erhalten lasse. (ED)
stats