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Erstmals in einem Verfahren vor dem Landgericht Düsseldorf wurde die Höhe der Nachbaugebühren von 80 Prozent der Züchterlizenz als angemessen beurteilt. "Damit wird die Arbeit der Pflanzenzüchter gebührend honorier", kommentierte Dr. Ferdinand Schmitz, Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Pflanzenzüchter e.V., Bonn, die Urteilsveröffentlichung am vergangenen Donnerstag. Seit langem verweisen die Pflanzenzüchter auf diese nach ihrer Ansicht angemessene Nachbaugebührenhöhe, die bereits im Kooperationsabkommen mit dem Deutschen Bauernverband 1999 festgeschrieben wurde. Pflanzenzüchtung sei eine Schlüsseltechnologie mit höchstem Aufwand für Forschung und Entwicklung, aus der der Landwirt jährlich einen entscheidenden wirtschfatlichen Nutzen ziehe, sagte Schmitz. Der damit verbundene Wertzuwachs liege bei rund 2 Prozent jährlich. "Ohne die hohen Innovationsleistungen der deutschen Pflanzenzüchter wäre die Produktivität vieler ackerbaulicher Produktionsbereiche weder in Deutschland noch auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig", erläuterte Schmitz abschließend. (ED)
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