AAC beklagt Pläne der USA zu Weizenstärkeimporten

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Weil die USA die Einfuhr von Weizenstärke noch stärker behindern wollen, hat sich der zuständige europäische Verband (AAC) in Brüssel bei der amerikanischen Handelsbeauftragten, Charlene Barshefsky, beschwert. Der Verband beklagt insbesondere eine mangelnde Fairness, sollten am 1. Juni 2000 nur noch Einfuhrlizenzen für drei Monate vergeben werden. Der europäischen Stärkeindustrie, die zumeist schon Verträge mit ihren Abnehmern in den USA über sechs bis zwölf Monate abgeschlossen habe, bliebe keine Chance mehr, auf die Maßnahme zu reagieren. Sollte der amerikanische Zoll das Einfuhrkontingent über rund 25.000 t im Jahr für die EU nur noch quartalsweise abwickeln, würden viele Verträge platzen. Eine Folge sei, dass häufiger Weizenstärke auf dem Spot-Markt verkauft werden müsse und dies einen Preisdruck auslösen könne. Eine solche Entwicklung sei sicher nicht im Sinne der US-Stärkeindustrie, bemerkte der AAC. (Mö)
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