Archer Daniels Midland (ADM) erweitert seine Hafenkapazitäten in Brasilien. Der neue Standort liegt günstig für Exporte nach Europa.

Eine Übereinkunft zum Kauf eines Hafenterminals gibt der US-Agrarkonzern, Decatur/Illinois, bekannt. Die Anlage befindet sich im brasilianischen Bundesstaat Pará im Norden des Landes. Von hier aus will ADM Soja und Mais aus West- und Nordbrasilien nach Europa und in den Nahen Osten exportieren. Über den Panama-Kanal seien auch die asiatischen Absatzmärkte zu erreichen, ergänzt das Unternehmen. Außerdem erlaube der Standort die Erweiterung der Düngemittelaktivitäten im Land.

Der Terminal ist ursprünglich für den Umschlag von Erzen errichtet worden. ADM plant, die Logistik auf Getreide, Soja und Düngemittel umzustellen sowie die Lagerkapazität zu verdoppeln. Außerdem sollen Tiefseeschiffe des Panamax-Standards gelöscht werden können. Angestrebt wird eine jährliche Umschlagskapazität von 3 Mio. t

ADM ist nach eigenen Angaben an allen wesentlichen brasilianischen Exporthäfen präsent und besitzt bereits ein Terminal in Santos im Bundesstaat São Paulo. Der US-Konzern stuft sich in Brasilien als eines der größten Unternehmen des Agribusiness ein. Zu ADM gehören dort die Sojaverarbeitung in vier Ölmühlen, die größte Biodieselanlage des Landes, fünf Düngemittelmischanlagen, eine Kakaoverarbeitung, eine Zuckerrohrmühle mit Ethanolherstellung sowie mehr als 40 Erfassungsstellen über das Land verteilt. (db)
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