ADM kündigt Personalabbau an


Archer Daniels Midland (ADM) will Arbeitsplätze abbauen. Das Unternehmen begründet die Maßnahme mit erforderlichen Kostensenkungen. Fast 1.000 Stellen sollen gestrichen werden, kündigt der US-Agrarkonzern mit Hauptsitz in Decatur/Illinois an. Das entspricht etwa 3 Prozent der globalen Mitarbeiterzahl. Das Unternehmen bietet in den USA ein Vorruhestandsprogramm an. Das reicht jedoch nicht aus, um die Ziele zu erreichen. ADM-Chefin Patricia Woertz stellt darüber hinaus Abfindungen und Hilfen bei der Suche nach alternativen Arbeitsmöglichkeiten im Aussicht.

ADM hat im Geschäftsjahr 2011 (Juli 2010 bis Juni 2011) einen Umsatz von 80,7 Mrd. US-$ erzielt. Es war der bisher höchste Umsatz in der Geschichte des Unternehmens. Der Nettogewinn von gut 2,0 Mrd. US-$ reichte jedoch nicht an das Rekordjahr 2008 mit fast 2,2 Mrd. US-$ heran. Insgesamt sind rund 30.000 Menschen bei ADM beschäftigt.

Der Konzern verdient sein Geld vor allem im internationalen Agrarhandel sowie in der Ölsaaten- und Maisverarbeitung. In Deutschland gehören zum Konzern Ölmühlen in Hamburg, Spyck, Mainz und Straubing sowie Biodieselwerke in Hamburg, Leer und Mainz. Darüber hinaus hält ADM 80 Prozent der Anteile am Hamburger Handelshaus Toepfer International. 

Der US-amerikanische Agrarkonzern Cargill hatte bereits vor einem Monat Personalkürzungen angekündigt, um sich für eine schwächere Konjunktur zu wappnen. (db)
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